Die neue DIN EN ISO 9001 ist erschienen

 Welche Änderungen bringt die neue Norm ISO 9001:2015 mit sich?

Am 23. September 2015 tritt die Neuerung der Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001:2015 in Kraft. Die wichtigsten Änderungen haben wir Ihnen kurz zusammengefasst:

 

1.     Prozessmanagement

Künftig wird von Organisationen ein systematisches, weitgreifendes Prozessmanagement gefordert, Prozessorientierung und Prozesslenkung spielen eine größere Rolle.

2.     Strategische Ausrichtung

Qualitätsziele und Qualitätspolitik müssen ab sofort mit dem Unternehmenskontext in Einklang stehen. Zudem muss von der Organisation analysiert werden, welche externen und internen Gegebenheiten die Strategie, die Ziele sowie schlussendlich das Ergebnis des QM-Systems beeinflussen können.

3.     Risikomanagement

Dieser komplett neu integrierte Aspekt der Revision verlangt von Unternehmen, sich explizit mit den Chancen und Risiken ihrer Organisation zu befassen, diese zu identifizieren und mögliche Folgen zu analysieren. Ebenso müssen Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen werden, wobei die Norm jedoch keine genaue Vorgehensweise vorschreibt.

4.     Zielgruppenerweiterung

Die Kundenorientierung wird zukünftig um all die Zielgruppen erweitert, die ebenso in den Fokus des QM rücken. Dies können beispielsweise Mitarbeiter, Kostenträger, Lieferanten etc. sein.

5.     Klare Verantwortlichkeiten

Besonders der obersten Leitung kommen hier stärkere Verpflichtungen (für Leistungsfähigkeit und Wirksamkeit) bezüglich des QM-Systems zu. Zudem soll eine gesteigerte Förderung und Unterstützung der Mitarbeiter deren Wirksamkeit für das Unternehmen verstärken.  Neu ist auch, dass mit der Revision kein Qualitätsmanagementbeauftragter mehr explizit gefordert wird.

6.     Dokumentation von Wissen

Der Umgang mit Wissen spielt eine größere Rolle.  Das bedeutet allgemein, dass das gesammelte und erlangte Wissen der einzelnen Abteilungen festgehalten und dokumentiert werden soll, so dass es für jeden Mitarbeiter schnell und einfach auffindbar ist. Wie die Organisation diesen Aspekt umzusetzen hat wird von der Norm jedoch offen gelassen.

7.     Dokumentation allgemein

Eine weitere große Neuerung stellt die Freiwilligkeit bezüglich des Führens eines QM-Handbuches dar. Die Form der Datenspeicherung wird der Organisation frei überlassen. Ebenso gibt es keine klare Trennung mehr von „Aufzeichnungen“ und „Dokumenten“, da diese ab sofort als „dokumentierte Information“ zusammengefasst werden.

 

Haben Sie Fragen zur praktischen Umsetzung der neuen ISO 9001? Nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf.