Gefährdungsbeurteilung - Was ist das?

Die Gefährdungsbeurteilung ist eine Bewertung der verschiedenen Gefährdungen, die Arbeitnehmer bei Ihrer Beschäftigung ausgesetzt sind.

Diese vom Gesetz vorgeschriebene Beurteilung hat der Unternehmer für jede Tätigkeit durchzuführen und zu dokumentieren. Dazu gibt es verschiedene Varianten. Eine Möglichkeit ist, die unterschiedlichen Tätigkeiten nach den einzelnen Gefährdungen zu bewerten und daraus den Handlungsbedarf abzuleiten. Der Umfang ist je nach betrieblichen Gegebenheiten sehr unterschiedlich. In der Praxis hat es sich bewährt in der Gefährdungsbeurteilung auf folgende Punkte einzugehen:

  • Gefährdungsfaktor (z.B. Mechanische Gefährdung - ungeschützte bewegte Maschinenteile)
  • Gefährdung, bei der die Gefährdung konkret beschrieben wird. (z.B. Beim Bedienen der Maschine xxx kann es zu Quetschungen an Händen und Verletzungen an spitzen Gegenständen kommen.)
  • Risikoeinschätzung, hierbei soll das Risiko beim Eintreten der Gefährdung eingeschätzt werden. Bewährt hat sich die Spanne zwischen 1 und 5. Wobei bei 1 kein Handlungsbedarf besteht und bei 5 sofortiger Änderungsbedarf besteht. (z.B. Ist eine Einschätzung von 3 ein mittleres Risiko, was es mittelfristig abzustellen gilt.)
  • Maßnahmen, mit denen der Eintritt der Gefährdung verhindert werden soll. (z.B. Umbau der Maschine zur Verhinderung, dass Körperteile an die bewegten Teile gelangen.)
  • Verantwortlichkeit festlegen. Oft wird keine konkrete Person und kein Datum zur Umsetzung der Maßnahme genannt. Dies ist ein Fehler, den es zu verhindern gilt. (z.B. Max Maier, bis zum 16.03.2015)
  • Risikoeinschätzung, nach der Umsetzung der Maßnahme ist eine erneute Einschätzung notwendig um die Wirksamkeit zu prüfen.
  • Wirksamkeitskontrolle ist die Dokumentation der erneuten Risikoeinschätzung. Diese ist mit Namen und Datum zu bestätigen. (z.B. Max Meier, 23.03.2015)

Die Gefährdungsbeurteilung ist die Basis des betrieblichen Arbeitsschutzes und die Grundlage für systematisches und erfolgreiches Gesundheits- und Sicherheitsmanagement. Die Überprüfung muss regelmäßig und bei Veränderungen der betrieblichen Gegebenheiten erfolgen.

Eine systematische Analyse aller möglichen Gefährdungen und ihre Beurteilung hinsichtlich des Risikos für die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten erfordert Fachkunde. Die Beratung hierfür zu übernehmen ist eine der Aufgaben von Sicherheitsingenieuren und externen Fachkräften für Arbeitssicherheit.